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Wenn Sie als Übersetzer/in schon Berufserfahrung mitbringen und Texte korrekt und stilsicher übersetzen können, dann sollten wir uns kennenlernen.

Kylie Minogue will nicht jeden Mann, sondern einen, der attraktiv ist, ähnlichen Alters, humorvoll, treu, finanziell unabhängig und mit Kinderwunsch. Nicht irgendeinen dahergelaufenen Autogrammjäger. Mit Arroganz hat das nichts zu tun, viel mehr sucht Kylie Minogue einfach einen Partner auf Augenhöhe.

Mitte 30 und Single. Keine Panik!

Frauen suchen, was Bildung und Beruf angeht, nicht gern unter ihrem eigenen Niveau, und da wird bei Akademikerinnen die Luft schnell dünn. Und da schreckt ein klares Ja auf die Kinderfrage auch noch den letzten Kandidaten ab. Männer haben in dem Alter ja noch unendlich viel Zeit.

Akademikerinnen ab 30 scheitern oft

Aber dafür gibt es ja seit einigen Jahren Online-Partneragenturen wie Parship. Da kann man seine Suche strategisch und flächendeckend in Angriff nehmen. Kylie ist dafür zu altmodisch, sagt sie zumindest. Karen nicht. Ihr zweiter Job, neben ihrer Tätigkeit als Journalistin, ist der systematische und straff organisierte Männerfang. Hinter dem Computerprogramm, das auf Dating-Seiten entscheidet, wer zu wem passt, dem Matching, steckt der Algorithmus des deutschen Psychologen Hugo Schmale aus Hamburg.

Die Welt. Die Investition: Dafür bekommt sie dann — je nach Suchfilter — Partnervorschläge. Deswegen verbringt Karen ihre Freizeit jetzt vor dem Rechner. Zehn Tage nach der Anmeldung tauscht sie mit sieben fremden Männern Nachrichten aus. Der schriftliche Ausdruck! Der Humor! Die Grammatik! Man versucht ja tolerant zu sein.

Ein Date bekommen nur fünf. Aber warum geht sie in der Zeit, die sie jetzt vor dem Rechner verbringt, nicht aus und wartet, bis ihr jemand über den Weg läuft?

Ab 36 als Single-Frau sinkende Chancen?

Man wisse noch nicht mal, ob sie ebenfalls auf der Suche sind. Es ist nicht so, dass sie kein Herz hätte. Man muss die Kinderfrage ja nicht ganz am Anfang diskutieren.

Ich habe geantwortet, dass ich wegen des Jobs hier bin. Und wieder kam die Frage: Da kommt man doch nicht allein hierher, wo ist denn Ihr Mann? Mein Lebensfokus war immer auf Beruf und Karriere gerichtet. Und ich glaube, das macht mich gerade auch so unzufrieden. Denn ich merke, dass diese Struktur, die ich mir aufgebaut habe, so nicht mehr funktioniert.

Jetzt langsam begreife ich: Ich bin stolz auf die Doktorarbeit, auf die Forschungspreise, darauf, dass ich zur Frankfurter Buchmesse eingeladen werde. Aber es macht mich nicht glücklich. Ich dachte immer, ich werde glücklich durch Leistung. Und wenn ich dann beim Auswärtigen Amt arbeiten würde, fänden mich alle toll. Und jetzt mit 35 denke ich, vielleicht ist es das gar nicht. Ich habe zwei Preise gewonnen, habe einen leitenden Posten an der Hochschule, und natürlich reise ich deshalb auch viel. Ich habe viel zu viel auf das geschaut, was andere von mir denken und was die von mir wollen und bisher eben erschreckend wenig darüber nachgedacht, was ich eigentlich will.

Ich habe bis jetzt die Stellenausschreibungen durchgesehen und mir immer gesagt: Ich will mich offenbar nicht damit auseinandersetzen, was ich wirklich will. Ich kann auch jetzt nicht sagen, ob ich ein Kind will. Aber ich denke immer, wenn es passieren soll, dann passiert es. Und ich bin dadurch nicht mehr oder weniger glücklich.

Die anderen haben ihre Kinder gekriegt und haben geheiratet und ein Haus gebaut, und ich bin halt an einer anderen Stelle angekommen. Und das war zwischen 25 und 30 noch nicht so extrem, da waren wir alle ähnlich unterwegs: Studium, erster Job, das war bei uns allen Thema.

Single-Leben: Frauen über 30 und die Partnersuche - WELT

Aber es ist eben schon mein Wunsch, dass ich einen Partner habe. Ich fühle mich hier manchmal sehr einsam und mache mir Gedanken. Wenn jetzt alle verheiratet sind und Kinder haben, wer bleibt dann noch für mich übrig? Meine Unabhängigkeit ist ganz sicher hinderlich bei der Suche. Ich will den Typen nicht bewundern. Aber ich glaube, damit kommen viele Männer nicht klar.

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Ich will auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Wenn ich Männer treffe, haben die alle schon eine Frau, die zu Hause die Kinder hütet, während der Mann durch die Welt tingelt, sich selbst verwirklicht, seinem Beruf nachgeht und abends dann auch noch manchmal nette Kolleginnen ausführt. Meine Mutter sagt, diesen Mann, der mich auf Augenhöhe trifft und der mein Leben teilt, gibt es nicht. Also ein bisschen muss ich ihr recht geben: Zumindest in Schmalkalden gibt es den nicht.

Meine letzte Partnerschaft ist kaputtgegangen, weil er ganz klar gesagt hat: Lass doch du deine Dissertation! Die Dissertation war für ihn nur so eine Zwischenarbeit zwischen Studium und Mutterschaft. Und da habe ich natürlich gesagt: Und zehn Jahre nach Drehschluss dieser Serien mit bevorzugt weiblichem Publikum hat sich offenbar wenig geändert in Sachen Liebe, nur dass diverse Dating-Apps dazugekommen sind.

Der einzige Unterschied: Mit einigen sprach er persönlich, die anderen bekamen eine schriftliche Antwort. Er hielt den Anwesenden beim Mädelsabend seiner ehemaligen Freundin das Taschentuch, als sie sich über amouröse Fehlgriffe austauschten, las die Studien des Wiener Evolutionsbiologen Karl Grammer.

Dieser wies nach, dass attraktive Akademikerinnen ab 30 Jahren es neben männlichen Hartz-IV-Empfängern auf dem Beziehungsmarkt am schwierigsten haben — zum einen, weil ihre Ansprüche zu hoch sind, zum anderen, weil sie die Suche zu früh einstellen. Demnach geben 38 Prozent der gut gebildeten Frauen ihrer Kompromisslosigkeit die Schuld, dass sie keinen Partner haben.

Erst habe oft das Studium Priorität, dann die Karriere, vielleicht noch Freunde treffen und dann ist da noch der Yogakurs am Wochenende. An Bekanntschaften mangele es in dieser Zeit kaum, nur dass diese sich selten verfestigten. Am Ende sind die Frauen nicht selten frustriert und stellen die Suche erst einmal ein. Und so bleiben in Zeiten, in denen bereits 16,4 Millionen Menschen, sprich jeder fünfte Deutsche, in Singlehaushalten leben, gerade diese Frauen allein.

Roman Koidl findet das tragisch und unnötig, gehe es oft doch nur darum, auch schon bei frischen Bekanntschaften Beziehungsmuster zu durchschauen. Der Spannungsbogen für sein Buch sei ihm durch die vielen Gespräche mit den Frauen quasi frei Haus geliefert worden. Auch er ging für seine Recherche von der Ausgangslage der Wissenschaft aus: Im Laufe seiner Gespräche mit Frauen begegnete er solchen wie Kim Diese beklagte sich, dass die Männer, mit denen sie zusammenkommt, nach sechs Monaten wieder aus ihrem Leben verschwänden.